Vom Erz zum Kupfer
Geschichte und Kupferhütte
Entdecken Sie mehr als fünf Jahrhunderte Bergbaugeschichte und verfolgen Sie den Weg des Erzes vom historischen Stollen bis zum fertigen Kupfer.

Mehr als 500 Jahre Geschichte
Ein authentisches Bergwerk aus dem Mittelalter
Seit dem späten Mittelalter wurde in Fischbach hochwertiges Kupfererz gewonnen. Die historischen Stollen, Schächte und Abbaukammern sind in ihrem ursprünglichen Charakter erhalten.
Besucher bewegen sich durch Räume, die tatsächlich von Generationen von Bergleuten geschaffen wurden. Seit 1975 ist das Bergwerk für Gäste geöffnet.
Schon 1544 bekannt
„Das best Kupfer, so in allen Landen mag gefunden werden.“
Der Höhepunkt unter Tage
Gewaltige Hallen und farbige Mineralien
Tief im Berg öffnen sich Räume mit Höhen von bis zu 35 Metern. Türkisblaue und smaragdgrüne Kupferminerale sowie glitzernde Kristalle verleihen dem Bergwerk seine besondere Atmosphäre.

Unter Tage
Hallen bis zu 35 Meter hoch
Die mächtigen Abbauhohlräume zeigen die enorme Leistung früherer Generationen.

Original erhalten
Jahrhundertealte Stollen
Das weit verzweigte System führt tief in die Geschichte des Fischbacher Bergbaus.

Farben im Dunkeln
Mineralien und Kristalle
Kupferspuren und filigrane Tropfsteinformen machen die unterirdische Welt besonders eindrucksvoll.
Geschichte auf einen Blick
Vom mittelalterlichen Bergbau zum Besucherbergwerk
Beginn des Kupfererzabbaus
In Fischbach wird bereits im späten Mittelalter Kupfererz gewonnen.
Erwähnung in der „Cosmographia“
Sebastian Münster lobt die außergewöhnliche Qualität des Fischbacher Kupfers.
Ende des historischen Bergbaus
Der Kupfererzabbau kommt infolge der politischen Umbrüche zum Erliegen.
Eröffnung als Besucherbergwerk
Das historische Bergwerk wird für Gäste zugänglich gemacht.
Rekonstruktion der Kupferhütte
Die historische Erzaufbereitung und Verhüttung wird nach historischen Vorlagen rekonstruiert.
Zwei Orte erzählen eine Geschichte
Bergwerk und Kupferhütte machen Gewinnung und Verarbeitung des Kupfers gemeinsam erlebbar.

Das zweite Kapitel des Bergwerks
Vom Gestein zum begehrten Metall
Im Bergwerk wurde das Kupfererz aus dem Fels gelöst. In der Fischbacher Kupferhütte zeigt sich, wie das Material anschließend zerkleinert, gewaschen, geröstet und geschmolzen wurde.
Die rekonstruierte Anlage entstand 1986 nach historischen Archivunterlagen und frühen technischen Beschreibungen.
Nach historischen Vorlagen
Technik, die wieder lebendig wird
01
Pochwerk
Wasserkraftbetriebene Holzstempel zerkleinern das Erzgestein.
02
Waschherde
Wasser trennt schweres Kupfererz vom leichteren Gestein.
03
Röststadel
Das schwefelhaltige Erz wird im Holzfeuer vorbereitet.
04
Schachtöfen
Bei großer Hitze entsteht schließlich metallisches Kupfer.
05
Bergschmiede
Die funktionsfähige Schmiede erinnert an historisches Handwerk.

Kraft des Wassers
70 Kilogramm schwere Holzstempel zerkleinern das Erz
Ein Wasserrad setzte das Pochwerk in Bewegung. Die schweren Holzstempel fielen immer wieder auf das Gestein und zermahlten es zu feinem Material.
Der Weg des Kupfers
Vom Berg bis zum fertigen Metall
Erst das Zusammenspiel mehrerer Arbeitsschritte machte aus kupferhaltigem Gestein ein begehrtes Metall.
- 01
Erz fördern
Das kupferhaltige Gestein wird aus dem Fels gelöst.
- 02
Gestein zerkleinern
Das Pochwerk zermahlt das Erzgestein.
- 03
Erz waschen
Das schwere Kupfererz wird vom leichteren Gestein getrennt.
- 04
Erz rösten
Durch Erhitzen wird ein großer Teil des Schwefels entfernt.
- 05
Kupfer schmelzen
Bei Temperaturen bis etwa 1.200 °C entsteht das fertige Metall.
Zwei Orte, eine Geschichte
Eindrücke aus Bergwerk und Kupferhütte



Geschichte selbst erleben
Bergwerk und Kupferhütte gehören zusammen
Entdecken Sie bei einer Führung, wie das Erz gewonnen und anschließend zu hochwertigem Kupfer verarbeitet wurde.